Orientierung

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Um anzukommen muss man das Ziel kennen

Das Wort Krise geht auf das altgriechische κρίσις krísis – ursprünglich ‚Meinung‘ zurück, ‚Beurteilung‘, ‚Entscheidung‘ – später im Sinne von ‚Zuspitzung‘ verwendet, bzw auf das Verb krínein, welches „trennen“ und „(unter-)scheiden“ bedeutet. Nach einer Krise ist es nicht mehr so wie es vorher war. Eine Krise zeichnet sich eben dadurch aus, dass es eine Zeit der dramatischen Veränderung ist. Auch wenn Krisen Chance beinhalten, sind sie üblicherweise unerwünscht und mit negativen Emotionen verbunden.

Krisen sind (leider) nötig

In meinem Beruf lieben wir Krisen, solange sie uns nicht selbst betreffen. Während wir als direkte Betroffene oft emotional eingeschränkt, vergangenheits- und problemorientiert sind, kann man mit etwas Abstand bei aller Empathie auch das sprichwörtliche „Licht am Ende des Tunnels“ sehen. Während wir uns oft wünschen, das alles wird wie es einmal war und wir jedes „Anderssein“ der Zeit danach noch ablehnen, kennen wir als professionelle Begleiter, das was in der Psychologie als „posttraumatisches Wachstum“ bezeichnet wird. So seltsam es klingen mag, für ein glückliches Leben brauchen wir Menschen Krisen.

Johann Cullberg und Verena Kast haben jeweils Phasenmodelle von krisenhaften Situationen vorgestellt. Sie unterscheiden:

1. Schock/ Verleugnung/ „Nicht-Wahr haben wollen“

2. Chaos/ Reaktion

3. Bearbeitung/ Suchen-Finden-Trennen

4. Neuorientierung

Natürlich verlaufen Krisen aber höchst individuell. Trotzdem können die Modelle hilfreich sein. In den unterschiedlichen Phasen brauchen die Betroffenen sehr unterschiedliche Unterstützung. Professionelle Begleitung durch einen Coach erfolgt meist ab Stufe 3 oder 4. Währen in Phase 3 noch Akzeptanz und Trauer im Vordergrund stehen, richtet sich in der Phase 4 der Blick oft wieder in die „neue“ Zukunft. Im besten Fall mit der Würdigung dessen was einmal war und nicht mehr so sein wird.

Durch den Umbruch in der Krise, sind wir gezwungen über Dinge nachzudenken, die wir oft absichtlich oder unabsichtlich ausgeblendet haben. Wir sind in solchen Phasen meist wesentlich selbstreflektierter als in unserem sonstigen Leben. Darin liegt die Chance.

Ein Coach kann einerseits helfen diesen Prozess zu strukturieren und andererseits zusätzliche Ideen und Perspektiven einbringen und damit zusätzliche Wege öffnen. Durch Fragen oder andere Interventionen werden mögliche Szenarien entwickelt und Konsequenzen überlegt. Schlussendlich ist es dann natürlich die Entscheidung der Klientin oder des Klienten. Diese wird aber durch den Coachingprozess deutlich fundierter sein.

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