Glück als Thema im Coaching

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Schlussendlich wollen wir alle glücklich sein

Niemand kommt zu mir ins Coaching mit dem expliziten Anliegen glücklicher sein zu wollen und trotzdem ist genau das das Thema in allen Coachings die ich durchführe. Sie finden auf diesen Seiten ein paar kurze Informationen zum Thema „Glück“ aus unterschiedlichen Wissenschaftsgebieten und auch einige einfache Übungen, die (wenn man sie durchführt) tatsächlich dazu führen werden, dass sie glücklicher werden. Wenn sie sich mit der Idee von Glück beschäftigen, werden sie feststellen, dass es viele Facetten hat und wir zuerst klären müssen worüber wir denn eigentlich reden. Dazu finden Sie einiges hier auf diesen Seiten. Was bedeutet das aber für die Arbeit im Coaching?

Glück sind wir, wenn wir unsere Bedürfnisse befriedigen...aber richtig

Meine Arbeit basiert auf zwei Prämissen:

• Alle Menschen wollen glücklich sein!
• Wir haben die Möglichkeit unser „Glück“ aktiv zu beeinflussen.

Die Herausforderung ist, dass wir einen glücklichen Zustand nicht direkt erreichen können. Sie können auch nicht einfach „ängstlich“ oder „hungrig“ sein. Alle diese Empfindungen sind Signale unseres Körpers auf gewisse Kontextbedingungen, auf eine reale oder eingebildete Bedrohung oder eine Unterversorgung mit Nahrung. Emotionen geben Auskunft über den Befriedigungsgrad unserer Bedürfnisse. Werden sie „bewusstseinsfähig“ sprechen wir von Gefühlen.

„Negative“ Emotionen weisen auf einen Mangel hin, also ein frustriertes Bedürfnis. Dr. Gunther Schmidt meint, dass es in diesem Sinne auch keine „negativen“ Emotionen gebe, da jede dieser Emotionen, auch wenn wir sie als unangenehm empfinden, eine wichtige Botschaft über unseren Zustand vermittelt und schon alleine deshalb nützlich ist.
Alle Menschen haben dieselben grundlegenden Bedürfnisse, doch so wie es selbst bei ganz basalen Bedürfnissen, wie der Nahrungsaufnahme, ganz unterschiedliche Vorlieben und Geschmäcker gibt, gibt es auch bei „höheren“ Bedürfnissen sehr unterschiedliche Ausprägungen und Wege wie Menschen mehr oder weniger erfolgreich, diese Bedürfnisse befriedigen. (des einfacheren Verständnis halber bleiben wir bei der Bezeichnung negative und positive Emotionen, als Synonyme für weniger angenehme und angenehmen Gefühle). Analog zu den negativen Gefühlen, signalisieren positive Gefühle einen hohen Grad an Bedürfnisbefriedigung. Während die Befriedigung von basalen Bedürfnissen, einen Ausgleich (Homöostase) zur Folge hat, liegt der Fall bei Wachstumsbedürfnissen etwas anders. Hier ändert sich das Zielniveau bei Erreichung des Ziels.

Glück in seinen unterschiedlichen Formen (je nach Art und Struktur des zugrundeliegenden Bedürfnisses) ist also die Belohnung, etwas „richtig“ gemacht zu haben und das meist in einem archaischen Sinn. Die Sachertorte mag zwar unserem Ziel der Reduktion des Körpergewichts im Wege stehen, befriedigt aber das uralte Bedürfnis schnell sehr hochkalorische Nahrung aufzunehmen. Kurz sie schmeckt einfach gut! Hier kommen Konflikte unterschiedlicher Bedürfnisse in Spiel.

In allen Coachingbereichen geht es schlussendlich darum solche Konflikte zwischen Bedürfnissen konstruktiv zu lösen, die Nachrichten die Gefühle zu entschlüsseln und möglichst geeignete und sozial verträgliche Wege zu finden die eigenen Bedürfnisse in möglichst hohem Maße umzusetzen. Man kann also nicht direkt daran arbeiten glücklich zu sein, aber man kann Fähigkeiten erlernen, die es ermöglichen diesen gewünschten Zustand leichter und öfter zu erreichen.

Die amerikanische Glücksforscherin Barbara Fredrickson zeigt, dass häufige positive Gefühle dazu führen, dass man sich als zufriedener einschätzt. Es kommt dabei weniger auf die Amplitude an, als vielmehr auf die Frequenz also die Häufigkeit von „Glücksmomenten“. Dazu müssen wir unsere Aufmerksamkeit und unsere Achtsamkeit für solche Dinge und Erlebnisse schulen, denn sie sind allgegenwertig.

Gelingt das reduziert das Stress und führt zu einem sowohl körperlich als auch geistig grundlegend anderem Zustand. Wir sind praktisch unterschiedliche Menschen, wenn wir unter Stress stehen oder wenn wir glücklich sind. Glück ist nicht nur förderlich für unsere Gesundheit, verbessert das Gedächtnis, sondern wir sind auch kreativer und können besser Zusammenhänge und das „große Ganze“ sehen.

Während das Thema Glück in unserem persönlichen Leben für die meisten eine wichtige Rolle spielt, so seltsam werde ich oft angesehen, wenn ich „Glück in Unternehmen“ propagiere. Eigentlich sollte allen Verantwortlichen klar sein, dass Arbeit sinnstiftend sein kann (soll) und dass Menschen mit hoher Arbeitszufriedenheit, mehr leisten und eine höhere Bindung an das Unternehmen haben. Gute Führungskräfte sind also sinnvollerweise auch für eine hohe Arbeitszufriedenheit im Dienste des Unternehmensergebnisses verantwortlich.

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